Brünieren

Grenzmasse der Gestellwagen:
Länge: 1150 mm
Breite: 480 mm
Höhe: 500 mm

max. Stückgewicht 500 kg

 


Brünieren

Brünierschichten werden chemisch durch Eintauchen der Werkstücke in eine erhitzte, stark alkalische Lösung erzeugt.
Dieser Prozess bildet auf niedriglegierten Eisen- und Stahlwerkstoffen eine Oxidschicht ( Fe 3 O 4 ) mit folgenden Eigenschaften :

· tiefschwarze Färbung,

· höchstmögliche Maßhaltigkeit,

· keine Veränderung der Oberflächengüte,

· Leitfähigkeit und magnetische Eigenschaften des Untergrundes werden kaum beeinflusst,

Verfahrensbeschreibung

Das Brünieren zählt ebenfalls zu der chemischen Oberflächenbehandlung von niedriglegierten Eisenwerkstoffen,
der Brünierprozess findet bei uns als mehrstufiger Prozess in siedender alkalisch-oxidierender Lösung bei Temperaturen zwischen 135 °C und 145 °C statt.

Nach der DIN-Norm 50938 „ Brünieren von Gegenständen aus Eisenwerkstoffen “ ( erhältlich beim Beuth-Verlag ) wird das Brünieren in drei Verfahrensgruppen eingeteilt :

Bezeichnung

Mittlere flächenbezogene Masse des Brünierüberzugs

Verfahrensgruppe A ( Einbadbrünierung )

- 4,5 g/m²

Verfahrensgruppe B ( Zweibadbrünierung )

- 5,5 g/m²

Verfahrensgruppe C ( Dreibadbrünierung )

- 6,5 g/m²

Nachbehandlung der Werkstücke

Der Korrosionsschutz einer Brünierschicht wird durch das Aufbringen eines Ölfilms deutlich erhöht,
die Färbung der Oberfläche wird durch den Ölfilm intensiver und glänzender.

Gegenüberstellung der wesentlichen Parameter beim Brünieren und Manganphosphatieren

Parameter

Brünieren

Mangan - Phosphatieren

Schichtzusammensetzung

Eisen (II)-,(III)-Oxid

Manganphosphat sekundäre und tertiäre

Schichtstärke

0,5 µm ...... 2 µm

3 µm ...... 15 µm ( bis ca. 20 µm möglich )

Passungsprobleme ( durch Schichtaufbau )

keine, weil Abtrag gleich Auftrag

muss bei der Herstellung des Werkstücks mit berücksichtigt werden, Schichtaufbau von + 3µm bis ~ 20 µm

Schichtstruktur

amorph

feinkristallin

weitere Schichteigenschaften

· biege- und druckbeständig,

· beständig gegen Lösemittel und Lacke,

· gute Gleiteigenschaften,

· hohes Aufnahmevermögen vonKorrosionsschutzölen und Lacke,

· guter Isolationswiderstand

Schichtfarbe

schwarz

grau bis schwarz ( werkstoffabhängig )

Arbeitstemperatur

130 °C ...... 146 °C

ca. 80°C +/- 15 °C

Expositionszeit

5....20 min

8....15 min

Salzsprüh-Beständigkeit ohne Beölung

bis max. 30 min

bis 3 Stunden

Salzsprüh-Beständigkeit mit Beölung

bis max. 70 Stunden

bis max. 200 Stunden

Rostschutz

relativ gut bei trockener Innenluft,

schlechter bei feuchter, saurer Luft

sehr gut, weil tiefes Eindringen des Korrosionsschutzöls in die Poren der feinkristallinen Schicht möglich

Abwasserbehandlung

Neutralisation und Entgiftung

Neutralisation

DIN

DIN – 50938, LN 9368-1202

DIN EN - 12476 , LN 9368-1004

 
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